Linktauch

tom | Allgemein | Mittwoch, April 11th, 2007

Im Buch erwaehnen wir, dass man ab und zu eingeladen wird, Links mit einer anderen Seite zu tauschen, und dass solche Mails oft eher mit der Giesskanne verstreut werden und oft auch Defizite in der Rechtschreibung aufweisen. Eine solche Mail erreichte mich gestern, und hier ging es im Subject gleich um Linktauch. Das waere doch mal ein nettes Spiel fuer die naechste Abakus Pub Konferenz, oder? SEOs muessen nach Links tauchen, tauschen ist doch viel zu einfach.

Dem Volke aufs Maul schauen: Die richtigen Wörter wählen

tom | Tipps & Tricks | Freitag, Februar 16th, 2007

Anmerkung: Dieser Blogeintrag wurde im Rahmen des 2. Business-Blog-Karneval erstellt.

»man mus nicht die buchstaben inn der lateinischen sprachen fragen, wie man sol Deutsch reden, wie diese esel thun, sondern, man mus die mutter jhm hause, die kinder auff der gassen, den gemeinen man auff dem marckt drumb fragen, und den selbigen auff das maul sehen, wie sie reden, und darnach dolmetzschen, so verstehen sie es den und mercken, das man Deutsch mit jn redet.« (Quelle)

Was der Allgemeinheit den Zugang zur Bibel verschaffte, das gilt auch für Texte, die dafür erstellt wurden, dass sie von der Zielgruppe verstanden werden. So sehr auch die Kommunikation über das eigene Produkt oder den Service kontrolliert werden soll, so heisst das noch lange nicht, dass die verwendete Sprache kohärent ist mit der Sprache der Allgemeinheit. Und dies wirkt sich heute, im Zeitalter der Suchmaschinen, stärker aus als jemals zuvor.

Ein Beispiel: Mitte der 90er Jahre wurde ich von einem großen Konzern eingeladen, eine Beratung zum Thema “eigene Webseite” durchzuführen. Ich war jung und noch ziemlich unerfahren, aber eine Sache hatte ich bereits verstanden: Die Sprache der Suchenden war eine andere als die der Unternehmen. Und als die verschiedenen Abteilungsleiter vorstellten, was sie für ihren Bereich der Webseite geplant hatten, wusste ich sofort, dass hier etwas entstehen würde, was Eingeweihte, vor allem Mitarbeiter innerhalb des Unternehmens, verstehen würden, was aber absolut fern von dem war, was der Normalsterbliche hätte wissen können. So war es mir in der Besprechung zwar peinlich, zugeben zu müssen, dass ich nicht wusste, was man sich unter “Automotive” vorzustellen hat; gleichzeitig konnten aber die Anwesenden nicht verstehen, dass ich diesen wichtigen Begriff nicht kennen würde. Auch die interne Firmenstruktur (vier große Abteilungen), die in vier Navigationspunkten abgebildet werden sollte, machte für mich keinen Sinn. Das mentale Modell, das innerhalb der Firma herrschte, war nicht das Modell, das der normale Benutzer vermuten würde. Es erforderte einige Gespräche, bis ich verstanden hatte, worum es ging; gleichzeitig wurde dem Kunden klar, dass er “betriebsblind” geworden war.

Man kann seinem Produkt oder seinem Service noch so einen schicken Namen geben, wenn der Begriff nicht populär ist, dann wird ihn auch keiner suchen und somit auch nicht die dazugehörende Seite finden. Die Benutzer geben die Begriffe in die Suchmaschine ein, die sie im Alltag verwenden, nicht die Begriffe, die von außen vorgegeben werden, es sei denn, sie sind schon ins Allgemeingut gelangt. “Private Equity”? “Personal Finance”? Sind das die Begriffe, die die meisten Benutzer in eine Suchmaschine eingeben würden? Vielleicht wünschen Sie sich, dass die Benutzer das tun, aber sie tun es nicht unbedingt. Und so können Sie diese Begriffe gerne in Ihrer Pressemitteilung oder auf Ihrer Webseite verwenden, aber bitte erwarten Sie nicht, dass Sie mit diesen Begriffen auch gefunden werden. Die perfekte Bezeichnung innerhalb Ihrer Industrie kann außerhalb bedeutungslos sein.

Das heisst nicht, dass auf diese Begriffe komplett verzichtet werden muss; schließlich möchten Sie ja eventuell auch, dass Ihre Marktbegleiter die Pressemitteilung finden und verstehen. Damit Sie aber mehrere Zielgruppen erreichen, ist es notwendig, dass Sie neben Ihren speziellen Begriffen auch die verwenden, die die Allgemeinheit verwendet. Besuchen Sie die Seiten Ihrer Konkurrenten, aber auch die einschlägigen Foren, um zu verstehen, welches Vokabular von den potentiellen Besuchern verwendet wird. Mit der reinen PR-Sprache aber erreichen Sie nur diejenigen, die Ihr Produkt wahrscheinlich eh schon genug kennen: Ihre Marktbegleiter.

Sehen wir uns auf der SES London?

tom | Allgemein | Samstag, Februar 10th, 2007

Vom 13. bis zum 15. Februar findet in London die Search Engine Strategies-Konferenz statt. Am 14. Februar halte ich Vorträge über Blog & Feed Search SEO und Linking Strategies, am 15. Februar gibt es die klassische Meet the Crawlers-Session.

Sollte einer der Leser dieses Blogs auch auf der SES sein, ich würde mich freuen, wenn Sie mich ansprechen!

cu there!

Seltsame Konsequenzen des Ladenschlussgesetzes

tom | Allgemein | Sonntag, Januar 14th, 2007

barmenia.jpg

Nun dürfen die Geschäfte zum Teil selber entscheiden, wie lange sie geöffnet bleiben. Klar war nicht, dass dies auch auf Internetseiten ausgeweitet wird;

“Fehler beim Verarbeiten des URL auf dem Server. Wenden Sie sich an den Systemadministrator.”

Hoffentlich spricht die Barmenia am Montag wieder mit Besuchern. Manchmal lohnt es sich, in gutes Hosting und verständliche Fehlermeldungen zu investieren.

Google AdSense mit Google Analytics verbinden

tom | Google, Werbung | Samstag, Januar 13th, 2007

Offiziell kann Google Analytics sehr einfach mit einem Google AdWords-Account verheiratet werden. Bei der Recherche für die neue Auflage des Suchmaschinenoptimierung-Buchs wurde ich von Google darauf aufmerksam gemacht, dass man Google AdSense inoffiziell mit Google Analytics verbinden kann, wenngleich nur mit einem Plugin.

Dieses Plugin wird angeboten von Aaron Wall, und es besteht lediglich aus einem JavaScript sowie der Einrichtung in Google Analytics. Im Test funktionierte es sehr gut, in Google Analytics werden jetzt brav Daten bezüglich der Klicks auf AdSense-Anzeigen ausgespuckt. Sehr nette Sache.

Neue Auflage des Suchmaschinenoptimierungsbuchs

tom | Buch | Freitag, Januar 12th, 2007

Gerade habe ich das aktualisierte Manuskript der 2. Auflage des Suchmaschinenoptimierung-Buchs an den Verlag geschickt.

Es sind nun einige Seiten dazu gekommen, unter anderem über

  • Google Analytics
  • Google Webmaster Tools
  • Link Baiting und Social Media Optimization
  • Ganz aktuell: Linkkauf
  • Blogs
  • und vieles mehr…

Außerdem wurden einige Kapitel komplett überarbeitet, weitere wurden aktualisiert. Das Buch ist nicht allein für Webentwickler gedacht (was anscheinend von einigen Amazon-Rezensenten auf dem Klappentext übersehen wurde), sondern richtet sich an vor allem diejenigen, die eine Einführung in das Thema haben wollen. Das soll aber nicht heißen, dass Veteranen hier keine neuen Informationen finden würden :-)

Der Preis hat sich nicht geändert, dafür gibt es mehr Seiten und mehr Infos.

Linklift: Segen oder Gefahr?

tom | Google, Werbung | Donnerstag, Januar 4th, 2007

Robert Basic nutzt es, Oliver Wagner vom Agenturblog testet es auch, von Linklift ist die Rede. Auch unter suchmaschinenberater.de ist es möglich, Textlinks via Linklift zu erwerben (und uns wird förmlich die Bude eingerannt (kleiner Scherz)), und in der 2. und aktualisierten Auflage des Suchmaschinenoptimierung-Buchs gehen wir explizit auf Linklift und andere Programme ein.

Sistrix hingegen weist auf die Gefahren der Linkvermietung hin, und Chris Schagen von Linklift hatte bereits zuvor Gegenargumente in seinem Blog gesammelt: Während Sistrix die Gefahr sieht, dass irrelevant gesetzte Links durch Linkvermietung einem Blog schaden, sieht Schagen dies gelassener, denn guter Content sollte dies kompensieren können.

Beim xplus web ist man der Meinung, dass guter Content allein schon genügen solle, um den PageRank-Balken hoch zu bekommen, was sicherlich richtig ist, aber manchmal soll es etwas schneller gehen mit der Linkpopularität (und nicht der selten aktualisierte grüne Balken zählt, sondern die internen Werte, die viel öfter bei Google und Co aktualisiert werden). Und gleichzeitig verschließt man hier die Augen, dass Linkkauf nicht erst seit Linklift möglich ist, sondern schon seit Jahren Realität in der SEO-Branche ist.

Im Buch weisen wir darauf hin, und das gilt auch für Linklift: Die Links müssen passen! Bei Linklift hat man die Gelegenheit, Werbung auch nicht freizugeben, und diese Möglichkeit steht jedem offen. Wer sich für das Geld und gegen die thematische Nähe entscheidet, der risikiert bei wenigen Links unserer Meinung nach noch keinen Absturz seiner Seiten. Ob der Link dem anderen wirklich nützt, wenn er themen-fern ist, das ist eine andere Frage. Dabei bietet Linklift durch die Kategorien die Möglichkeit, themennahe Seiten zu finden, und dies sollte beim Erwerb von Textlinks ausschlaggebend sein.

Ansonsten kann man ja immer noch mal bei der Zeit nachfragen, was da ein Textlink kostet :-) Es empfiehlt sich auch, mal bei Robert Basic nachzusehen, wieviel Geld man überhaupt mit einem Blog und Links verdienen kann

Wikiasari: Die Community-Suchmaschine?

tom | Suchmaschinen | Samstag, Dezember 23rd, 2006

Spiegel Online zufolge arbeitet der Wikipedia-Gründer (beziehungsweise einer der beiden Gründer) Jimmy Wales und Amazon an einer neuen Suchmaschine namens Wikiasari, die gegen Google antreten soll. Wie bei Wikipedia soll die manuelle Arbeit der Nutzer die Qualität der Suchergebnisse gewährleisten. Die durch Werbung finanzierte Suchmaschine soll im ersten Quartal 2007 an den Start gehen; in einem Times Online-Interview verrät Wales weitere Details; unter anderem hält er Google vor, dass bei vielen Anfragen vor allem Spam-Ergebnisse zu finden sind, da Computer-Algorithmen gute von schlechten Seiten nicht unterscheiden könnten.

Wenn es keine Algorithmen zur Identifikation von Spam gäbe, dann wären die Suchmaschinen nur noch voll davon. Und ich bin sehr gespannt, wie dieses Projekt mit der Long Tail der Suchanfragen umgehen will. Die positiven Schwingungen, die die Wikipedia umgeben, dürften diesem Projekt eine gute Starthilfe bereiten, ganz im Gegensatz zu Theseus, das wir allein schon wegen des Verbratens von Steuergeldern hassen müssen. Der einzige dunkle Fleck des Wikiasari-Projekts kommt durch Amazon zustande, die mit A9 nicht wirklich erfolgreich waren bisher und ihr Asset, die Rezensionen, die Andere gerne hätten, anders als die Wikipedia nicht jeden weiter verwenden lassen.

Siehe dazu auch tentatives verlinken.

Werbung, an der man nicht vorbeikommt

tom | Werbung | Donnerstag, Dezember 21st, 2006

…aber nach der ich mich nicht mehr erinnern konnte, für WEN oder WAS auf MSN geworben wurde, nur daran, dass mich die Werbung davon gehindert hat, eine Suche bei MSN durchführen zu können, und dass ich das ziemlich nervig fand. Was bringt eine solche Werbung dem Werbenden und dem Portal, das die Werbung zulässt? Vor allem einem Portal, das unbedingt Marktanteile mit seiner Suche gewinnen möchte? Wer klickt auf die Nokia-Werbung, abgesehen von denen, die Werbung nicht von Inhalten unterscheiden können oder nervöse Zuckungen in den Fingern haben?
msn-werbung.jpg

Wieviele “o”s gehören in Google?

tom | Google | Donnerstag, Dezember 21st, 2006

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